Die Pfarrkirche
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Die Geschichte der Pfarrkirche von Aschach lässt
sich bis ins 14.Jahrhundert zurückverfolgen. Es gab schon vor der Pfarrverfassung im 11.
Jahrhundert Gotteshäuser in Aschach. Im Schaunberger Urbar werden 1371
zwei Kirchen erwähnt: die "chirchen", das ist unsere Pfarrkirche und "sand
Larentzen", das ist die Spitals- bzw. Friedhofskirche.
Allerdings gab es 1693 ein Ereignis, das dem Gotteshaus ein schönes zusätzliches Inventar bescherte. In diesem Jahr kam es wieder einmal zu einer Überschwemmung. Zwei Schiffsleute entdeckten ein schweres Holzkreuz mit dem aufgemalten Gekreuzigten und brachten es an Land. Der kränkliche Stefan Mitterbauer nahm sich des Kunstwerkes an und ließ es renovieren. Während dieser Arbeit wurde er völlig gesund. Er brachte seine Heilung mit dem Kreuz in Verbindung. Daraufhin erhielt es den Namen "Donaukreuz" oder "wundertätiges Kreuz". Als es 1701 fertig restauriert war und barocke Verzierungen erhalten hatte, erhielt es seinen Platz oberhalb des Hochaltares. 1789 verursachte ein Eisstoß abermals großen Schaden an der Pfarrkirche. Die Bewohner von Aschach ersuchten das Kreisamt um finanzielle Unterstützung, die jedoch abgelehnt wurde. Es kam der Vorschlag, das desolate alte Gotteshaus abzureißen, und die Laurentiuskapelle zur Pfarrkirche zu erheben. Doch dieses Ansinnen lehnte die Bevölkerung von Aschach entschieden ab. Mit viel Kraft und großem Einsatz wurde die neue Sakristei angebaut, die zweite Empore für die Orgel und die Sänger eingezogen und das Kirchenschiff umgebaut. Zum Schutz vor möglichen Eisstößen ließ der Pfarrer 1844 an der Nordseite der Kirche das sogenannte "Zugebäude" errichten. In dem dazu gewonnenen Raum wurde ein Altar und das Heilige Grab aufgestellt. Damit war aus einem schmalen gotischen Kirchenschiff ein barockes geworden. Im Inneren fällt der Blick zuerst auf den Hochaltar. Das von einem unbekannten spanischen Meister stammende Gemälde zeigt die thronende Gottesmutter mit den beiden Kirchenpatronen, Johannes dem Täufer und Bischof Nikolaus, umgeben von drei Engeln. Das Bild wurde vom Patronatsherrn, dem österreichischen Botschafter in Madrid, Ferdinand Bonaventura Graf Harrach gestiftet. Ein Kunstwerk aus dem 15. Jahrhundert ist im Altarraum zu sehen. Es ist ein Marmorrelief, das Jesus am Ölberg darstellt. Wie es zur damaligen Zeit üblich war, sind darauf Wappen von wichtigen Familien angebracht. Die Zeit hat ihre Spuren auch an dieser Kirche hinterlassen. Daher wurde in diesem Jahrhundert eine Renovierung bzw. Erweiterung des Gotteshauses erforderlich. Dafür konnte 1973 Prof. Dr. Clemens Holzmeister gewonnen werden. Es gelang ihm, den denkmalpflegerischen, ortsbildschonenden und liturgischen Anforderungen vorzüglich gerecht zu werden.
1984 gestaltete der Bildhauer Ägydius Gamsjäger das "Kripperlboot". Dieses handgeschnitzte Relief hat das Weihnachtsgeschehen auf die Donau verlegt. Es ist das ganze Jahr über in der Kirche zu sehen.
Dieser Text und die Bilder sind entnommen dem Buch "Kirchen, Klöster, Pilgerwege und Österreich - Sakrales Kulturgut in Oberösterreich" von Franz R. Vorderwinkler. Das Buch ist zum Preis von 250.- ÖS bei der Pfarre Aschach zu erhalten. Aktuelles aus der Pfarre Aschach erfahren Sie auf der
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