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Allerdings gab es 1693 ein Ereignis, das dem Gotteshaus ein schönes zusätzliches Inventar bescherte. In diesem Jahr kam es wieder einmal zu einer Überschwemmung. Zwei Schiffsleute entdeckten ein schweres Holzkreuz mit dem aufgemalten Gekreuzigten und brachten es an Land. Der kränkliche Stefan Mitterbauer nahm sich des Kunstwerkes an und ließ es renovieren. Während dieser Arbeit wurde er völlig gesund. Er brachte seine Heilung mit dem Kreuz in Verbindung. Daraufhin erhielt es den Namen "Donaukreuz" oder "wundertätiges Kreuz". Als es 1701 fertig restauriert war und barocke Verzierungen erhalten hatte, erhielt es seinen Platz oberhalb des Hochaltares. 1789 verursachte ein Eisstoß abermals großen Schaden an der Pfarrkirche. Die Bewohner von Aschach ersuchten das Kreisamt um finanzielle Unterstützung, die jedoch abgelehnt wurde. Es kam der Vorschlag, das desolate alte Gotteshaus abzureißen, und die Laurentiuskapelle zur Pfarrkirche zu erheben. Doch dieses Ansinnen lehnte die Bevölkerung von Aschach entschieden ab. Mit viel Kraft und großem Einsatz wurde die neue Sakristei angebaut, die zweite Empore für die Orgel und die Sänger eingezogen und das Kirchenschiff umgebaut. Zum Schutz vor möglichen Eisstößen ließ der Pfarrer 1844 an der Nordseite der Kirche das sogenannte "Zugebäude" errichten. In dem dazu gewonnenen Raum wurde ein Altar und das Heilige Grab aufgestellt. Damit war aus einem schmalen gotischen Kirchenschiff ein barockes geworden. Im Inneren fällt der Blick zuerst auf den Hochaltar. Das von einem unbekannten spanischen Meister stammende Gemälde zeigt die thronende Gottesmutter mit den beiden Kirchenpatronen, Johannes dem Täufer und Bischof Nikolaus, umgeben von drei Engeln. Das Bild wurde vom Patronatsherrn, dem österreichischen Botschafter in Madrid, Ferdinand Bonaventura Graf Harrach gestiftet. Ein Kunstwerk aus dem 15. Jahrhundert ist im Altarraum zu sehen. Es ist ein Marmorrelief, das Jesus am Ölberg darstellt. Wie es zur damaligen Zeit üblich war, sind darauf Wappen von wichtigen Familien angebracht. Die Zeit hat ihre Spuren auch an dieser Kirche hinterlassen. Daher wurde in diesem Jahrhundert eine Renovierung bzw. Erweiterung des Gotteshauses erforderlich. Dafür konnte 1973 Prof. Dr. Clemens Holzmeister gewonnen werden. Es gelang ihm, den denkmalpflegerischen, ortsbildschonenden und liturgischen Anforderungen vorzüglich gerecht zu werden. Um noch mehr Menschen Platz bieten zu können, wurde ein Durchbruch mit Erweiterung an der Südseite vorgenommen. Weiters wurde der Dachstuhl ausgebessert und das Dach erneuert, die Außenfassaden und der Turm neu verputzt. An der Außenseite zur Donau erinnern zwei Freskengemälde an die beiden Kirchenpatrone: Johannes der Täufer und Bischof Nikolaus. Die neuen Fenster wurden mit Antikverglasung gestaltet. Der Hochaltar musste neu gefasst und vergoldet werden. Seitenaltäre und Orgel bedurften einer Restaurierung. Prof. Dr. Holzmeister entwarf den Luster, der heute den Kirchenraum ziert. Diese und noch weitere Erneuerungen lassen die Kirche in ihrem heutigen Glanz erstrahlen. Am 11 . Dezember 1977 konnte Weihbischof A. Wagner die feierliche Wiedereröffnung und Weihe durchführen.
Die bereits erwähnte Laurentiuskapelle liegt inmitten des Friedhofs und wurde 1987 zur Aufbahrungshalle umgebaut. Baukörper und das gesamte aufgehende Mauerwerk gehören der romanischen Epoche an. Schon lange wurde vermutet, dass die Kirche tatsächlich auf römische Wurzeln zurückgeht, worauf auch das Laurentiuspatrozinium hinweisen könnte. Bei Ausgrabungen des Bundesdenkmalamtes wurden mächtige, 2 Meter tiefe Fundamente aus behauenen Ouadern festgestellt, die mit Kalkmörtelspuren behaftet waren. In der aus rötlichen Granitquadern bestehenden Westwand befindet sich ein sehenswertes gotisches Spitzbogenportal. Der Hochaltar zeigt ein Altarbild des heiligen Laurentius. Dieser Text und die Bilder sind entnommen dem Buch "Kirchen, Klöster, Pilgerwege und Österreich - Sakrales Kulturgut in Oberösterreich" von Franz R. Vorderwinkler. Das Buch ist zum Preis von 250.- ÖS bei der Pfarre Aschach zu erhalten. Aktuelles aus der Pfarre Aschach erfahren Sie auf der
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